Ich laufe auf einem Pfad in Burghausen. Die Rosensträucher blühen. Der Schotter knirscht unter meinen Sandalen.
Große Steinkugeln säumen den Weg. Einst Kanonenkugeln, heute Wegweiser zur Burg.
Eine Menschentraube scharrt sich um die Führerin. Sie erzählt von Herzögen, Hochzeiten und Kriegen.
Wir gehen durch Tore, durch Höfe, vorbei an Wappen und Mauern.
Wir biegen um die Ecke.
Ich bleibe stehen.
Kinder spielen im Garten.
Ein Ball fliegt über den Weg.
Die Mutter ruft zum Mittagessen.
Ich werfe den Ball zurück.
Lächelnd gehe ich weiter.
Die Herzöge sind längst verschwunden, die Menschen sind geblieben.