Cirque de Solitude

„Ich hatte viele Schuldgefühle. Ich war der Überlebende. Und ich habe mich gefragt, warum ich damit durchgekommen bin und sie nicht.“ erzählt Benoît.

Tage zuvor trafen sie sich am Anfang des Weges. Erfahrene Bergwanderer. Gewitter kamen und gingen. Aber dieser Morgen sah gut aus.

Sie stiegen in die Schlucht hinab. Schritt für Schritt wurde der Himmel dunkler.

Zum Schutz gingen sie wieder zurück, hinauf an die Wand und warteten. Die Wolken blitzten. Aus Regentropfen wurden Rinnsale, wurden Sturzbäche.

Die Wand rutschte.
Und plötzlich war er allein.

Ich komme an die Weggabelung zur Schlucht. Ein Schild trägt den Namen: Cirque de Solitude. Ich bleibe einen Moment stehen.

Ich erinnere mich an seine Zeilen.

Heute strahlt der Himmel blau.

Ich steige nicht hinab.
Ich gehe weiter.

Der Weg gehört den anderen.